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Eheschließung in Japan

Artikel

Worauf Sie achten müssen, wenn Sie in Japan heiraten, erfahren Sie hier.

Eheschließungen werden in Japan von den japanischen Gemeindeverwaltungen oder Bürgermeisterämtern vorgenommen. Erfahrungsgemäß fordern diese von jedem nicht-japanischen Verlobten einen gültigen Reisepass und ein Ehefähigkeitszeugnis des Heimatstaates. Bitte erkundigen Sie sich bezüglich zusätzlicher Voraussetzungen für die Eheschließung bei den zuständigen japanischen Stellen. Zumeist wird verlangt, dass zwei deutsche Verlobte jeweils ein eigenes Ehefähigkeitszeugnis vorweisen, obwohl diese prinzipiell inhaltsgleich sind.

Beschaffung des Ehefähigkeitszeugnisses

Ehefähigkeitszeugnisse werden vom Standesamt am gegenwärtigen bzw. letzten deutschen Wohnsitz ausgestellt. Für Deutsche, die nie in Deutschland wohnhaft waren, ist das Standesamt I in Berlin zuständig.

Die deutschen Auslandsvertretungen sind Ehegatten bei der Antragstellung behilflich und nehmen die Beglaubigungen und Bescheinigungen vor, welche für die weitere Bearbeitung durch das Standesamt in Deutschland notwendig sind. Antragsberechtigt sind beide Ehegatten. Wird eine Erklärung zur Namensführung in der Ehe abgegeben müssen beide Ehegatten gemeinsam zur Antragstellung erscheinen. Auch wenn dies nicht der Fall ist, sollte der Antrag trotzdem gemeinsam gestellt werden.

Alternativ können Sie Angehörigen oder Freunden eine Vollmacht erteilen, sodass diese den Antrag beim Standesamt ihres aktuellen/letzten deutschen Wohnortes in Ihrem Namen stellen. Informieren Sie sich hierzu bei dem für Sie zuständigen Standesamt. Die Unterschriftsbeglaubigung kann die Auslandsvertretung vornehmen.

Die Bearbeitungszeit für die Ausstellung des Ehefähigkeitszeugnisses hängt vom jeweiligen Standesamt ab.

Standesamt I in Berlin

Terminvergabe

Vorehen der Verlobten

Waren einer oder beide der Verlobten bereits verheiratet, muss die Auflösung der Vorehen nachgewiesen werden. Für in Deutschland geschiedene Ehen müssen in der Regel die Heiratsurkunde sowie das deutsches Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk vorgelegt werden.

Außerhalb Deutschlands geschiedene Ehen müssen in der Regel zunächst durch die zuständige Landesjustizverwaltung in Deutschland anerkannt werden, bevor das Ehefähigkeitszeugnis beantragt werden kann. Wie sie die Anerkennung erhalten können erfahren Sie im Kapitel Auslandsscheidung.

Auslandsscheidung

Notwendige Unterlagen

Folgende Unterlagen werden in der Regel von den Standesämtern für den Antrag auf ein Ehefähigkeitszeugnis verlangt. Bitte informieren Sie sich bei dem für Sie zuständigen Standesamt in Deutschland, ob gegebenenfalls weitere Unterlagen benötigt werden.

  • ausgefülltes Antragsformular
    Antragsformular Ehefähigkeitszeugnis DOC / 32 KB
  • Geburtsurkunden der Verlobten: Geburt in Deutschland/Geburt in Deutschland registriert: Deutsche Geburtsurkunden sollten als beglaubigte Abschriften der Geburtenregister eingereicht werden. Sie sind beim Standesamt des Geburtsortes erhältlich. Geburt in Japan und Geburt wurde nicht in Deutschland registriert: Auszug aus dem Familienregister (Koseki Tohon)* mit Apostille und Übersetzung
  • gültige Reisepässe beider Verlobter (Original und je eine Kopie der Datenseiten)
  • ggf. Nachweis über frühere Ehen und ihre Auflösung (Heiratsurkunde bzw. Familienregister und z.B. deutsches Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk oder fremdes Scheidungsurteil und Anerkennungs-Bescheid (s.o: Vorehen der Verlobten) oder Sterbeurkunde des früheren Ehegatten, ggfs. jeweils mit Apostille und Übersetzung)
  • Für Verlobte aus Drittstaaten: Bitte informieren Sie sich auf der Webseite der deutschen Auslandsvertretung im Herkunftsstaat der/des Verlobten, welche Unterlagen benötigt werden. Ihr/e ausländische/r Verlobte/r sollte sich bzgl. der Beschaffung der nötigen Unterlagen auch bei der Auslandsvertretung seines Landes in Japan und ggfs. bei den örtlichen Behörden in seinem/ihrem Heimatland erkundigen

*Eine Ausfertigung für alle Nachweise, die durch den Auszug des gleichen Familienregisters (Koseki Tohon) belegt werden, genügt.

Apostille

Übersetzung

Gebühren

Für die Beglaubigung des Antrags durch die Deutsche Auslandsvertretung fällt eine Gebühr von 20 Euro an. Weitere Gebühren fallen für die je nach Einzelfall ggf. erforderliche Kopiebeglaubigung (mind. 10 Euro) und/oder Bescheinigung zur Übersetzung (25 Euro) an. Die Gebühren sind in japanischen Yen zum jeweiligen Tageskurs zu bezahlen.

Das deutsche Standesamt verlangt zudem eine Gebühr für die Bearbeitung. Die Gebühren variieren je nach Bundesland und Einzelfall und sind beim Standesamt einzuzahlen. Informieren Sie sich hierzu bitte bei dem für Sie zuständigen Standesamt.

Übersetzung des Ehefähigkeitszeugnisses

Nachdem Sie das Ehefähigkeitszeugnis erhalten haben, wird es auf Wunsch durch die deutsche Auslandsvertretung in Japan zur Vorlage beim japanischen Bürgermeisteramt in die japanische Sprache übersetzt. Die Gebühr dafür beträgt 32,40 Euro (ohne Apostille) bzw. 43,20 Euro (mit Apostille), zahlbar in japanischen Yen zum jeweiligen Tageskurs.

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