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Führerscheine, Kfz- und Verkehrsangelegenheiten

Auto

Verkehr, © colourbox

01.12.2017 - Artikel


Besitzer eines deutschen Führerscheins ohne Wohnsitz in Japan (z.B Touristen, Geschäftsreisende)

Um in Japan ein Kfz fahren zu dürfen, benötigen Inhaber eines nationalen deutschen Führerscheins eine japanische Übersetzung. Der deutsche Internationale Führerschein wird in Japan nicht anerkannt.

Übersetzungen können direkt bei der Japan Automobile Federation (JAF) an einem der zahlreichen International Service Counter angefertigt werden. Die Übersetzung wird in der Regel am selben, spätestens am nächsten Werktag gefertigt.

Detaillierte Anleitung zur Beantragung hier.

Die Gebühr beträgt 3.000,- Yen (je nach Wechselkurs ca. 20 – 25 Euro).

Die Website des Japanischen Fremdenverkehrsamtes in Frankfurt listet zudem einige Anbieter in Deutschland auf, die bei der Beschaffung von Führerscheinübersetzungen in Japan behilflich sein können.

Zusammen mit dieser Übersetzung und dem deutschen nationalen Führerschein darf der Inhaber ab Einreise ein Jahr lang in Japan fahren. Dabei muss immer zwingend sowohl der Original-Führerschein als auch die Übersetzung mitgeführt werden.

Die Übersetzung ist nach jeder Einreise für maximal ein Jahr gültig; d. h. nicht für einen dauerhaften Aufenthalt in Japan verwendbar.


Besitzer eines deutschen Führerscheins mit Wohnsitz in Japan

Der deutsche Führerschein sollte spätestens vor Ablauf eines Jahres nach Wohnsitznahme in Japan in einen japanischen Führerschein umgeschrieben werden.

Zuständig ist die Führerscheinstelle am jeweiligen Wohnsitz.

Für die Um­schreibung werden in der Regel benötigt:

  • Der nationale deutsche Führerschein
  • Eine Übersetzung dieses Führerscheins in die japanische Sprache (Diese erhalten Sie bei der Japan Automobile Federation)
  • Die Residence Card
  • Der Einwohnermeldeschein („Juminhyo“), der vom örtlichen Ward Office ausgestellt wird. Dieser muss mit Angaben zur Staatsangehörigkeit beantragt und ausgestellt werden.
  • Zwei Passfotos (3 cm x 2,4 cm). (Fotos können oft in der japanischen Füh­rerscheinstelle angefertigt werden.)
  • Der deutsche Reisepass
  • Ein Nachweis darüber, dass sich der Ausstellung des deutschen Führer­scheins eine Mindestaufenthaltsdauer von drei Monaten in Deutschland angeschlossen hat. (Falls sich diese Angaben nicht schon aus dem Pass ergeben, können z.B. Schul-/Studien- oder Ausbildungsnachweise, Arbeitsnachweise oder die Aufenthaltsbescheinigung der letzten deut­schen Meldebehörde vorgelegt werden.)

Vor Ort muss ein Sehtest abgelegt werden.

Die von der japanischen Führerscheinstelle erhobenen Gebühren müssen dort erfragt werden.

Wichtig: Auch wenn bei Wohnsitznahme in Japan noch nicht die Ab­sicht besteht ein Kfz führen zu wollen, so sollte ungeachtet dessen vor Ablauf eines Kalenderjahres nach Wohnsitznahme die Um­schreibung des deutschen Führerscheines vorgenommen werden. Nach Ablauf eines Jahres muss möglicherweise die japanische Fahrprüfung abgelegt werden. Bitte wenden Sie sich mit Fragen zur Führerscheinumschreibung an die japanische Führerscheinstelle.


Der deutsche Internationale Führerschein

wird in Japan nicht anerkannt und berechtigt nicht zum Führen eines Kraftfahrzeuges.

Haftungsausschluss

Die obenstehenden Angaben beruhen auf den zum angegebenen Zeitpunkt verfügbaren und als vertrauenswürdig eingeschätzten Informationen der deutschen Auslandsvertretungen in Japan. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann nicht übernommen werden.