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Seminar in hybridem / Online-Format "Edith Stein - Philosophin und Mahnerin. Zur Aktualität ihres Werkes im 21. Jahrhundert" (20.10.21)

15.09.2021 - Artikel

Aus Anlass des 130. Geburtstags von Edith Stein hält das deutsche Generalkonsulat Osaka-Kobe in Zusammenarbeit mit der Kobe Shoin Women's University am 20. Oktober 2021 ein Seminar ab.

Mit Frau Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz konnten wir die beste Kennerin von Leben und Werk Edith Steins gewinnen. Sie trägt vor zu dem Thema:

“Gibt es eine Verzeihung des Unverzeihlichen? Edith Steins Theorie der Überwindung von Schuld”

An der Podiumsdiskussion und als Kommentatoren nehmen teil:
Prof. Dr. Kikama, Kobe Shoin Women's University Kobe.
Prof. Dr. Waßmer, Osaka University.
Moderator: Martin Eberts, Generalkonsul

Edith Stein

Edith Stein (1930年ごろ)
Edith Stein (1930年ごろ)© picture alliance / akg-images /akg-images

wurde am 12. Oktober 1891 in Breslau geboren. Die hochbegabte und selbstbewusste junge Frau studierte zunächst Philosophie, Psychologie, sowie Geschichte und Germanistik und promovierte bei Edmund Husserl, dessen Meisterschülerin sie wurde. Als junge Frau entfremdete sich Edith Stein von ihrer religiösen Erziehung, war zwischenzeitlich Atheistin, fand dann jedoch in der Katholischen Kirche ihre dauerhafte geistliche Heimat.
Am 1. Januar 1922 wurde sie getauft. Im Alter von 42 Jahren trat sie in den Karmeliterorden ein. Vor den Verfolgungen der Nationalsozialisten wich sie in ein Kloster in den Niederlanden aus; nach der deutschen Besetzung Hollands im Kriege wurde sie 1942 von den Nazis verhaftet, nach Auschwitz deportiert und dort am 9. August 1942 ermordet.
1998 wurde sie als Märtyrerin von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen, 1999 zur "Patronin Europas" erklärt. In ihrer Person vereinigen sich viele große Traditionen des jüdisch-christlichen kulturellen und spirituellen Erbes Europas.

【Anmeldung】

Bis 17.10. über event@osak.diplo.de Bitte mit Namen und ggf. Funktion und dem Hinweis, ob reine Online-Teilnahme gewünscht ist. Die Teilnahme ist kostenlos. Der Link zur Online-Teilnahme wird rechtzeitig per Email übersandt.

*Alle personenbezogenen Daten, die bei der Anmeldung zu dieser Veranstaltung an uns übermittelt werden, werden ausschließlich für interne Zwecke Verwendung (Erstellung von Gästelisten, Ermöglichung von Zugangskontrollen etc.) und werden nicht an Dritte weitergegeben.

【Programm】

18:00-18:10 Grußwort des Veranstalters
18:10-19:00 Vortrag: Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz
„Gibt es eine Verzeihung des Unverzeihlichen?
Edith Steins Theorie der Überwindung von Schuld“
19:05-19:20 Kommentar von Prof. Koichiro Kikama und von Prof. Johannes Waßmer
19:20-19:40 Anschließend Podiumsdiskussion
19:40-20:00 Fragen und Antworten

Gerl-Falkovitz
Gerl-Falkovitz© Gerl-Falkovitz
【Kurze Lebensläufe】

Prof. Dr. phil. habil. Dr. theol. h. c. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz
1993-2011 Lehrstuhl für Religionsphilosophie und vergleichende Religionswissenschaft, Technische Universität Dresden, seit 2011 Vorstand des Europäischen Instituts für Philosophie und Religion (EUPHRat), Philosophisch-Theologische Hochschule Benedikt XVI., Heiligenkreuz 2018 Premio internazionale Cultura Cattolica, Bassano, 2019 Edith Stein-Award in Köln, 2019 Josef Pieper-Preis in Münster, 2020 Edith Stein-Preis Breslau, 2021 Kardinal Bea-Preis
Forschungsschwerpunkte: Religionsphilosophie der Moderne; Phänomenologie; Anthropologie der Geschlechter

Kommentator
Prof. Dr. Koichiro Kikama
Professor der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Kobe Shoin Frauenuniversität. Forschung über Dialog zwischen der Katholischen Kirche und Judentum. Forschungen zur Geschichte des Christentums in der Tohoku-Region. Veröffentlichungen u.a. "Aomori Das Nachbild der Christenmenschen" (E Pix), und Übersetzungen "Ein Mensch, der ein heiliges Zuhause verdient - Dokumentation der Heiligsprechung von Edith Stein" (Seibo Bunko).

Dr. Johannes Waßmer
»Specially Appointed Associate Professor« am epartment for German  Literature der Osaka Uiversity. Studium der Neueren und Älteren deutschen Literatur und der Philosophie an der Universität Düsseldorf. Promotion 2017 in Neuerer Literaturwissenschaft ebenda. 2019 wiss. Mitarbeiter in Geschichtswissenschaft (Prof. Landwehr). Seit 2020 jetziger Posten. Veröffentlichungen und Herausgaben u.a. zu Literatur und Krieg, zu Literatur und Kultur der Moderne und zu Martin Buber.

Moderator
Generalkonsul Martin Eberts
Seit Juli 2020 Leiter des deutschen Generalkonsulats Osaka-Kobe. Der studierte Historiker und Germanist gehört seit 1986 dem deutschen diplomatischen Dienst an und war in sieben Ländern auf drei Kontinenten im Einsatz, mit einem Schwerpunkt auf Ost- und Südostasien.

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