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Was lange währt wird endlich gut

Frau Botschafterin Lepel übergibt Herrn Oberst i.G. Kiesewetter die Einsatzmedaille

Frau Botschafterin Lepel übergibt Herrn Oberst i.G. Kiesewetter die Einsatzmedaille, © A. Kurzawski

04.09.2020 - Artikel

Es hat 26 Jahre gedauert bis der deutsche Verteidigungsattaché in Japan Herr Oberst i.G Kiesewetter für seinen Einsatz während der VN-Mission mit der Einsatzmedaille in Bronze geehrt wurde.

26 Jahre nach seinem Einsatz in Somalia im Rahmen der VN-Operation UNOSOM II wurde Oberst i.G Kiesewetter, deutscher Verteidigungsattaché in Japan, die Einsatzmedaille in Bronze durch die Botschafterin Ina Lepel verliehen. Zu der späten Verleihung kam es durch neu geschaffene Regeln, die es mittlerweile zulassen, dass auch die ersten Einsätze der Bundeswehr vor 1995 anerkannt und gewürdigt werden. Geehrt  wurde er im kleinen Rahmen mit Gästen und Freunden aus den Reihen des japanischen Verteidigungsministeriums und deutschen Partnern.

In Ihrer Rede stellte die Botschafterin die Ähnlichkeit der Diskussion über den Einsatz von Streitkräften im Ausland in Japan und Deutschland dar. Da der Einsatz in Somalia der erste bewaffnete Einsatz deutscher Soldaten war, wurde dieser zu einem Grundstein aller weiterer. Nicht nur in Deutschland veränderte sich dadurch der Blick auf die eigenen Streitkräfte, sondern auch die Wahrnehmung auf das wiedervereinigten Deutschland im internationalen Umfeld. Deutschland war bereit, seiner Verantwortung gerecht zu werden und seinen Beitrag im Rahmen der UN zu friedensschaffenden Maßnahmen zu leisten.

„Der Einsatz in Somalia öffnete somit den Weg für die Beteiligung der Bundeswehr an weiteren internationalen Einsätzen im Rahmen der VN, der NATO und der EU.“

Anschließend schilderte Herr Oberst i.G. Kiesewetter seine Erfahrungen, die er noch in jungen Jahren in Somalia gemacht hatte und aus denen er auch in seinen folgenden Einsätzen im Kosovo und in Afghanistan hatte schöpfen können. Als Kompaniechef einer Transportkompanie führte er seine Fahrzeuge regelmäßig die 450 km vom Belet Huen, dem damaligen deutschen Stützpunkt und Mogadischu, der Hauptstadt Somalias um die Versorgung der Truppenteile vor Ort, aber auch die der somalischen Bevölkerung sicherzustellen.  Dass er nun für den Einsatz in Tokyo ausgezeichnet wurde, ist für ihn etwas ganz Besonderes, zumal die japanischen Selbstverteidigungskräfte vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

„Der Einsatz im fernen Somalia war etwas Besonderes für mich. Als junger Hauptmann meine Kompanie im Einsatz zu führen, erfüllte mich mit viel Stolz.“

Das Kampai sprach der ehemalige japanische Verteidigungsattaché in Deutschland, Oberst Kuwahara. In seiner Ansprache wies er auf die deutsch-japanische Wertegemeinschaft hin, die  beide Länder eng verbindet und aus der eine vertrauensvolle Partnerschaft entstanden ist. Aus diesem Grund freut er sich auch insbesondere auf seine nächsten Aufgaben in Djibouti als Kommandeur der P3 –C Unterstützungsstaffel, wo er mit Sicherheit wieder mit der Bundeswehr zusammenarbeiten wird.

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