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Landsleutebrief 10

03.04.2020 - Artikel

Liebe Landsleute,

wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir in enger Zusammenarbeit mit Lufthansa und den japanischen Behörden die Wiederaufnahme der Flüge zwischen Tokyo-Haneda und Frankfurt erreichen konnten. Lufthansa fliegt erstmals wieder ab Dienstag, den 7. April, und danach bis auf weiteres 3 Flüge pro Woche (Montag, Donnerstag, Samstag) von Tokyo-Haneda nach Frankfurt (Flugplan gültig bis 4. Mai). Für Buchungen von einfachen Rückflügen können Sie das anliegende Formular nutzen. Bei Nachfragen zu bereits gebuchten Flügen wenden Sie sich bitte direkt an Lufthansa (https://www.lufthansa.com/de/en/travelling-home).

Lufthansa, ANA (All Nippon Airways), JAL (Japan Airlines), Air France, KLM und British Airways beabsichtigen, einen stark eingeschränkten Flugbetrieb aufrecht zu halten (siehe Anlage). Einschränkungen des Flugverkehrs können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Japan weitete ab 3. April 00:00 Uhr sein Einreiseverbot („entry ban“) aus für nicht-japanische Staatsangehörige aus 73 Staaten einschließlich Deutschland.

Allen Deutschen, die nicht permanent in Japan ansässig sind (TouristInnen, Working Holiday TeilnehmerInnen, PraktikantInnen, KurzzeitstudentInnen, etc.), wird nochmals dringend empfohlen, sich um eine schnellstmögliche Rückreise nach Deutschland zu bemühen. Bitte bedenken sie, dass Sie sich unter Umständen auf einen längeren Aufenthalt einrichten müssten (siehe Infektionsrisiko).

Einige Schulen in Gebieten ohne Erkrankungsfälle planen, demnächst wieder zu öffnen. Die Schulen in Tokyo und Osaka sind angehalten, frühestens zum Ende der „Golden Week“ am 06. Mai wieder zu öffnen; die Entscheidung darüber wird weitgehend den lokalen Behörden überlassen. Die deutschen Schulen sind noch geschlossen; weitere Informationen folgen in der nächsten Woche.

Bitte beachten Sie, dass Sie sich weiterhin nur mit gültigem Aufenthaltstitel in Japan aufhalten dürfen. Für eine eventuell notwendige Verlängerung Ihres Visums wenden Sie sich bitte an die japanischen Behörden.

Die Bevölkerung des Großraums Tokyo wurde aufgefordert, abends und am Wochenende zuhause zu bleiben; dies gilt vorerst bis 12. April. Strengere Einschränkungen, vor allem für Ausgehviertel, Restaurants, etc. sind zu erwarten. Wir bitten Sie, die Anweisungen der japanischen Regierung und Präfekturen zu befolgen.

Das Infektionsrisiko in Japan und insbesondere in Tokyo wird inzwischen von der japanischen Regierung als deutlich erhöht eingeschätzt. Gesundheitsminister KATO äußerte bereits am 26. März große Sorge vor einer grassierenden („rampant“) Ausbreitung von Corona-Infektionen. In Tokyo gibt es viele Infektionen, deren Infektionsweg nicht nachvollzogen werden kann. Von einer hohen Dunkelziffer ist auszugehen. Unverändert werden vergleichsweise wenige COVID-19 Tests durchgeführt. Testmöglichkeiten gibt es vor allem für bereits schwer erkrankte Personen (Symptome einschl. hohen Fiebers) und für Personen mit anderweitigem Anfangsverdacht (Kontakt zu Infizierten, Rückkehrer aus dem Ausland).

Bitte vervollständigen und aktualisieren Sie Ihre Angaben in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts „ELEFAND“ bzw. melden Sie sich ab, wenn Sie aus Japan ausgereist sind. Bitte empfehlen Sie anderen deutschen Staatsangehörigen in Japan, die sich bisher noch nicht registriert haben, sich dort anzumelden.

Die Deutsche Botschaft in Tokyo und das Generalkonsulat in Osaka halten den Dienstbetrieb eingeschränkt aufrecht. Von Anfragen und Terminvereinbarungen für nicht dringend notwendige Serviceleistungen des Konsularbereichs bitten wir derzeit abzusehen.

Bitte beachten Sie die stets aktualisierten Reise- & Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Japan. Darüber hinaus veröffentlichen wir weitere Informationen auf der Homepage der deutschen Auslandsvertretungen.

Wir bitten um Ihr Verständnis, wenn Informationen durch Lageänderungen überholt werden und häufig angepasst werden müssen. Wir bemühen uns, Sie zügig auf den jeweils aktuellen Informationsstand zu bringen.

Bleiben Sie wachsam und gesund!

Ihre deutschen Auslandsvertretungen in Japan

Weitere Informationen

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland wird derzeit gewarnt. Ausgenommen sind die meisten Länder der EU, Schengen-assoziierte Staaten (Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein) und Großbritannien. Einzelheiten finden Sie hier.

Covid-19: Reisewarnung für Staaten außerhalb der EU/Schengen-Gebiet  

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